Ostseetreibsel

Entwicklung verschiedener Verwertungs­ansätze

Die Hanseatische Umwelt CAM GmbH ist seit vielen Jahren sehr aktiv im Bereich der Entsorgung und Verwertung von Treibgut (Makroalgen ,u.a. Seegras, Braunalgen ,Grünalgen usw.) an den Stränden der Ostsee.

Dieses Material wird teilweise als wurzelwachstumsfördernder Bodenhilfsstoff wie auch in reiner Form über Biokatalyse zu Grundprodukten für die Chemische Industrie aufbereitet. Das Biokatalyse Forschungsprojekt „LIPOMAR“ läuft seit September 2013 in Zusammenarbeit mit der Fa. Clariant München, Fraunhofer Gesellschaft, TU München und der TU Hamburg Harburg.

Problemstellung:


Es fallen zunehmend größere Mengen an Treibgut an den Küsten von MV an. Bei den Oststürmen um den 10.7.-13.7.2014 wurden z.B. in Binz auf Rügen 10.000 t und in Boltenhagen 7000 t angespült.

 

Wird diese Biomasse nicht dem Ostseewasser bzw. dem Ufersaum entnommen zersetzt sich die Biomasse mit großer Geruchsbelästigung und hohem Sauerstoffverbrauch im Flachwasserbereich.

Da sich in der Ostsee wegen der allgemeinen Überdüngung und zu geringem Wasseraustausch mit der Nordsee große Totwasserzonen befinden ist die Entnahme und Verwertung der Treibselmengen zunehmend wichtiger.

Die Hanseatische Umwelt CAM GmbH bereitet in einer Trocknungsanlage die Mengen an Makroalgen für das LIPOMAR Projekt und größere Mengen als aktiver Bodenhilfsstoff in dem Kompostwerk auf.

Um die großen Mengen (nach letzten Erhebungen sind davon nutzbar, mehr als 300.000 t), welche an den Stränden der Küsten anfallen, zu verwerten, ist es erforderlich das durch Forschungsarbeiten die genehmigte Verwertung in dem ökologischen Landbau, dem konventionellen Landbau als auch in der Baustoffindustrie bestätigt werden kann.

Wir suchen die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Unternehmern in Mecklenburg-Vorpommern als auch in den anderen Anrainerstaaten der Ostsee welche sich für dieses Gesamtthema interessieren.